Schatzkammer im Zabergäu

[10.10.2016]

Am Samstag, 8. Oktober führte eine Exkursion der Limes-Cicerones erneut in das römische Hinterland, diesmal nach Güglingen im Zabergäu. Die Archäologen vermuten, daß der dortige Vicus eine Länge von einem Kilometer aufwies und damit zu den größten bisher bekannten im nördlichen Baden-Württemberg gehört. Untersucht wurde bisher erst die nördliche Hälfte, und die Fülle an spektakulären Funden, die bereits dort gefunden wurde, läßt die Herzen von Römerfans höher schlagen. Zwei von sechs Mithräen, die in Baden-Württemberg bekannt sind, befinden sich in Güglingen. Alle anderen Funde befinden sich im Römermuseum in der Ortsmitte, im umgebauten ehemaligen Rathaus. Ein Steinrelief, das Homers Odyssee darstellt, ist in vielen Puzzle-Teilen erhalten. Solche Darstellungen sind sonst nur aus kaiserlichen Villen bekannt. Es muß also mindestens einen steinreichen römischen Güglinger gegeben haben. Viele andere bekannte Götter sind mit Köpfchen oder als mehr oder weniger vollständigen Figuren vertreten. Auch die anderen Lebensbereiche werden mit schönen Funden und kreativen Modellen dargestellt. Mit Enrico De Gennaro (M.A.) hat das Museum einen sehr kompetenten Leiter, der es mit beharrlichem Engagement zu dem gemacht hat, was es heute ist: Eine Schatzkammer im Zabergäu.


 

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