Verband der Limes-Cicerones e.V.

2005 haben sich die Limes-Cicerones in Baden-Württemberg im Verband der Limes-Cicerones e.V. zusammengeschlossen. 

Mitglieder können Personen werden, die die Prüfung zum Limes-Cicerone mit Erfolg abgelegt haben. Auch Vereine, Verbände und sonstige Institutionen können eine Fördermitgliedschaft erwerben.

Zweck des Verbandes

Auszug aus der Satzung vom 19.11.2011

§ 2 Zweck des Vereins
a. Der Verein fördert und sichert den Erhalt des Kulturdenkmals Limes sowie die Vermittlung von römischem Kulturgut durch Information, Veranstaltungen und Maßnahmen.
b. Der Verein fördert die Fortbildung und Qualifizierung der Mitglieder.
c. Der Verein vertritt die Interessen der Limes-Cicerones als Gästeführer.
d. Der Verein ist gemeinnützig, er verfolgt seine Ziele selbstlos, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Ziele.
e. Der Verein ist in das Vereinsregister eingetragen werden.

Werden Sie Limes-Cicerone!

Wir freuen uns über Kontakt zu Menschen, die sich für den Erhalt unseres kulturellen Erbes einsetzen möchten. Gerne klären wir im persönlichen Gespräch, ob eine Ausbildung zum Limes-Cicerones auch für Sie eine Möglichkeit darstellt. Bitte wenden Sie sich an unseren Vorsitzenden.

Die Deutsche Limeskomission bittet um Rückmeldung für eine mögliche Ausbildung.

Prüfungsordnung der Limes-Cicerones der Deutschen Limes-Kommission

Vorstand und Beisitzer des VdLC e.V.

auf dem Foto fehlen: Dr. Stephan Ernst und Dagmar Benischke-Muhr

Weiterbildung 2017

VdLC-Expedition an die Donau

Vom 21. bis 23. April 2017 fand die große Exkursion der Limes-Cicerones statt. Diesmal ging es an den bayerischen Limes. Erste Station war Ehingen-Dambach, das für den Fund von römischen Holzpfählen berühmt wurde. Dank dieser Entdeckung ist es den Archäologen möglich geworden, den Bau der raetischen Mauer auf's Jahr genau zu bestimmen. Im Winter 206/207 wurden die Bäume gefällt, die man zum Bau eines Pfahlrostes verwendete, um darauf im sumpfigen Boden bei Dambach eine Mauer errichten zu können. Wenig bekannt ist dagegen, dass sich dort ein Kastell mit ausgesprochen großem Vicus befand. Der örtliche Limes-Cicerone Josef Engelhardt führte seine Kollegen durch das Gelände, heute weitgehend ein Heidelbeerwald. Höhepunkt war die Besichtigung des Amphitheaters, untrügliches Zeichen dafür, dass selbst an der Grenze des Römischen Reiches römische Lebensart praktiziert wurde.

Nach dem Mittagessen in der schönen Altstadt von Weißenburg und der Begrüßung durch Oberbürgermeister Jürgen Schröppel führte Simon Sulk, den Cicerones bereits von der Saalburg bekannt, durch das Römermuseum, das Kastellgelände und die Thermen.

Letzter römischer Besichtigungsplatz des ersten Tages war das Kastellgelände in Pförring, in dem die Ala I Flavia Singularium civium Romanorum pia fidelis, eine rund 500 Soldaten umfassende Reitereinheit, untergebracht war. Sie schützte vom Beginn des 2. Jahrhunderts an für mehr als 100 Jahre den nahegelegenen Übergang über die Donau. Gräberfunde im Bereich des Vicus und frühmittelalterliche Bauten auf dem Kastellgelände weisen auf die nachrömische Nutzung des Geländes hin. Kollege Dr. Stefan Ernst wies in seiner Führung auch auf die bedauerliche Raubgräber-Historie des Ortes hin, die bis in die jüngste Vergangenheit reicht.

Am Abend fand der fakultative Ausflug zum Hundertwasser-Turm der Brauerei Kuchlbauer in Abensberg statt. Zuerst geplant von Friedensreich Hundertwasser, wurde der Turm nach dem Tod von Hundertwasser anhand der Pläne des Architekten Peter Pelikan errichtet. Heute zieht der Turm jährlich rund 100.000 Besucher an.

Der zweite Tag begann mit einer Begrüßung durch die Tourismus-Managerin von Bad Gögging, Astrid Rundler. Sie wies auf den boomenden Wellness-Tourismus ihres Ortes hin, der seine Wurzeln bereits in römischer Zeit hat. Aufgrund der Schwefelquellen wurde dort unter Kaiser Marc Aurel ein Heilbad von mehr als 56 x 30 Metern Größe für die Soldaten der Region errichtet. Beeindruckende Teile davon befinden sich im Inneren der romanischen St.-Andreas-Kirche, die daher zu einem Museum umgewidmet wurde. Unser wissenschaftlicher Begleiter Dr. Stephan Bender führte uns auch zu einer der Schwefelquellen, deren Wasser wir probieren konnten.

Als nächstes fuhren die Cicerones zum Kastell Eining, das durch seinen guten Erhaltungszustand auffällt. Dr. Markus Gschwind vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erläuterte die sichtbaren Mauerreste und die Geschichte des Kastells Abusina vom Lager der 4. gallischen Kohorte bis zum Stützpunkt einer erheblich reduzierten Einheit in der Spätantike.

Nach dem Mittagessen im Kloster Weltenburg begaben sich die Cicerones auf das Schiff, um auf der Donau durch eine dramatische Felsenlandschaft nach Kelheim zu fahren. Dort informierte uns Dr. Bender auf dem Michelsberg über die erstaunliche Ausdehnung des keltischen Oppidum Alkimoennis westlich von Kelheim. Neben den sichtbaren Resten verschiedener Befestigungen weist insbesondere ein rekonstruiertes Tor an der Altmühl auf diese frühe Siedlungsphase hin. Die Stadt ist heute durch die Befreiungshalle bekannt, ein Monumentalbau nach antiken Vorbildern, den König Ludwig I. von Bayern in Auftrag gegeben hatte. Von außen erinnert das Bauwerk an die Engelsburg in Rom, von innen an das Pantheon. Namen von Feldherren und Gefechten verherrlichen den deutschen Widerstand gegen die napoleonische Besatzung zwischen 1813 und 1815.

Zum Ende des Tages führte uns die Kollegin Dorothea Zöller zum Ende des Raetischen Limes an der Donau bei Hienheim. Ausgestattet mit Miltenberger Kräuterlikör und „Mauersteinen“ zum Knabbern besichtigten wir auch die eigenwillige Turmrekonstruktion von Wp. 15/46.

Der letzte Tag war Regensburg gewidmet. Gelegen an den Mündungen von Naab und Regen in die Donau, war Regensburg zunächst Standort einer Kohorte im Kastell Kumpfmühl. Auf Anordnung von Kaiser Marc Aurel wurde dort im Zuge der Verteidigung der Donaugrenze während der Markomannenkriege ein Legionslager für die 3. italische Legion von 24,5 ha Größe eingerichtet. Nach Abzug des römischen Militärs entwickelte sich dann etappenweise im Bereich des Legionslagers die Stadt Regensburg, wozu im frühen Mittelalter auch die Residenz des neuen Stammes der Bajuwaren gehörte. Im Stadtgebiet haben sich an mehreren Stellen Teile der gewaltigen Lagermauer erhalten, sogar Teile des Haupttores. Zahlreiche Funde können im Historischen Museum der Stadt besichtigt werden. Trotz des kühlen Wetters war die italienische Atmosphäre der Stadt spürbar.

Der Verband der Limes-Cicerones bedankt sich herzlich bei Dr. Stephan Bender für die umfangreichen fachlichen Erläuterungen sowie bei Carola Hubert für die tatkräftige Hilfe bei der Organisation dieser unvergesslichen Reise.

Workshop

Der Workshop Tourismus - Marketing - Vermittlung im Weygang-Museum Öhringen brachte viele unterschiedliche Akteure an der Welterbe-Linie zu einem Gedankenaustausch.

  • Tourismusgemeinschaft Hohenlohe e.V.
  • Römermuseum und Limespark Osterburken
  • Limesinformationszentrum Baden-Württemberg
  • Deutscher Hotel- und Gastronomieverband Hohenlohe
  • Stadtmarketing Öhringen
  • neue Mitglieder des VdLC

 Die Teilnehmer sammelten ihre persönliche Vision, wie in 5 Jahren die Vermittlung am Limes aussehen könnte:

  • JEDER soll wissen: was ist der Limes
  • Hotels und Gaststätten sind bestens über das Welterbe informiert, können den Gästen Auskunft geben
  • nur was ich kenne - kann ich schützen
  • der Limes ist klar erkennbar (sichtbar)
  • schonender Tourismus / Schutz des Welterbes versus Event /  Rekonstruktionen: guter Mix ist gefunden zwischen dem belassenen Denkmal und der attraktiven Vermittlung des Welterbes
  • das UNESCO Welterbe wird vermittelt / die Ideale des UNESCO Welterbes werden vermittelt
  • der LImes ist hoch aktuell: das Image ist weder verstaubt, noch ein Kinder-Thema (Asterix), sondern setzt Bezüge zur Gegenwart im Dienst einer friedlichen Welt
  • die ideelle und reale Wertschätzung für das Denk-Mal ist spürbar
  • die Fachbereichsleiter der unterschiedlichen Schulen sind informiert und binden das Welterbe im Unterricht ein
  • am Limes wird das Zusammenleben praktiziert / die Menschen identifizieren sich mit dem Limes
  • alle Führungen sind qualitativ hochwertig
  • Pakete sind angeboten und zu den bereits entwickelten erfolgreichen Themen ergänzt (Limes + Genuss / Landschaft genießen / Mobilitätskonzepte / Burgen und Schlösser / Kultursommer)
  • Zielgruppen mit Sorglospaketen (Familien - Kids spielerisch einbinden - Eltern SPA und Erholung)
  • Talente entlang der Limes-Linie werden aus den einzelnen Abschnitten entwickelt z.B. Thema Wasser am 'Hohenloher Limes' (restauriertes Römerbad Jagsthausen - Nymphäum und Wasserleitung Ströller - Hanselmann Bad Öhringen.
  • Allgemeine Informationen in den Museen Aalen und Osterburken ('ich weiß alles über den Limes') - die Besucher haben Lust die einzelnen Abschnitte zu besuchen
  • Ansprechpartner - Vermittler - Unterkünfte - Veranstalter: touristische Infrastruktur steht (Übernachtung / Information / Transport / rechtliche Forderungen z.B. Haftung) Besucher in der Region halten - für eine Nacht - vernetzte Anbieter .....

Ganz konkrete Maßnahmen wurden vereinbart. Die Teilnehmer bekräftigten: dieser Austausch soll weitergeführt werden.

 

 

Weiterbildung 2016

Grabung Römerhügel Ludwigsburg

Der Widerspruch ist bereits im Name verborgen: der Großgrabhügel ist vorrömisch. Vier Zeithorizonte konnten die Limes-Cicerones bei Ihrer Exkursion nach Ludwigsburg besichtigen.

  •  Die älteste Schicht zeigt eine jung neolithische Bestattung um 4.000 v. Christus.
  • Der am Rande des Grabungsfeldes befindliche Grabhügel wird in der aktuellen Grabung nicht untersucht, kann aber in die Zeit 500 v.Chr. datiert werden. Er hat einen Bezug zum System um Hohenasperg mit den Grabfunden die im Keltenmuseum Hochdorf aufbereitet sind.
  • Die in der aktuellen Grabung untersuchte Viereck-Schanze wird auf 200 v.Chr. datiert.
  • Verfüllt ist die ehemalige Keltische Nutzung durch zahlreiche römische Scherben. Die Auswertung dieser Befunde wird noch einige Zeit brauchen.

Im Fokus des Interesses steht ein römischer Steinbrunnen. Bisher wurde kein römischer Brunnen innerhalb einer Viereck-Schanze untersucht. Im feuchten Milieu erhoffen sich die Archäologen organisches Material, das Aufschluss über die längst vergangene Zeit geben könnte.

 

Neueste Methoden der Archäologie

Am 21. Oktober führte eine Weiterbildung beim Landesamt für Denkmalpflege (LAD) die Limes-Cicerones nach Esslingen am Neckar. Thematischer Schwerpunkt war dabei der Sensationsfund aus dem Jahr 2010, als man in einem Maisfeld in der Nähe der Heuneburg bei Herbertingen zum ersten Mal ein unberührtes Grab einer Angehörigen des keltischen Adels fand. Neben den Grab-Beigaben aus Gold und Bernstein sind es vor allem die Gebeine der Bestatteten, die sich erhalten haben und seither das Interesse der Archäologen und der interessierten Öffentlichkeit finden.

Im ersten Teil des Seminars wurden wir von Frau Dr. Ebinger-Rist in die Restaurations-Abteilung des LAD geführt. Sie zeigte uns die Kältekammer, in der bei minus 20 Grad die Artefakte auf ihre Behandlung warten. Dann kam das erste Highlight der Veranstaltung: Es wurde uns der auf Holzdielen liegende linke Arm der Fürstin gezeigt, etwas, was man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt. Am Arm befinden sich Reste von ihrer Kleidung und ihres Schmucks, die die 2600 Jahre überstanden haben. Außerdem konnten wir Schmuckstücke und einen Kamm der Fürstin bewundern, sowie "Lorchi", die 2015 entdeckte Bronzefigur eines kleinen Bären aus dem Vicus des römischen Kastells in Lorch.

Im zweiten Teil zeigte uns Dr. Steffen neueste Methoden der digitalen Bilddokumentation archäologischer Funde. Wenn man früher Fotos archäologischer Fundstätten von oben mittels einer Steigleiter der Feuerwehr machen mußte, bedient sich die Archäologie heute Drohnen, die Bilder aus Höhen zwischen 15 und 100 Meter machen. Das Ergebnis kann sofort am Laptop kontrolliert werden. Mittels des "Structure from Motion"-Verfahren ist die 3-D-Darstellung aller Arten von Funden heute eine Selbstverständlichkeit. Auch die Laser-Scanning-Methode, den Limes-Cicerones durch die entsprechende Limes-Befliegung bereits bekannt, wird heutzutage an vielen Stellen eingesetzt, an denen sich historische Stätten im Boden versteckt befinden. Mit Hilfe der "False color"-Methode, einer maximalen Erweiterung des Farbenspektrums, was zu sehr bunten Bildern führt, wird die Sichtbarkeit der gefundenen Strukturen deutlich verbessert.

Im letzten Teil der Weiterbildung stellte uns Professor Krause neueste Funde und daraus abgeleitete Hypothesen zur keltischen Besiedlung insbesondere im Umfeld der Heuneburg vor. Im sechsten Jahrhundert v.Chr. befand sich dort eine große Siedlung mit mehreren tausend Menschen, möglicherweise die bei Herodot erwähnte Stadt Pyrene. Dann wäre die Heuneburg die älteste literarisch erwähnte Siedlung nördlich der Alpen. Unübersehbar sind mediterrane Einflüsse beim Bau der Befestigungsmauer (luftgetrocknete Lehmziegel!) und beim Schmuck und den Töpferwaren. Unzweifelhaft fühlte man sich am Oberlauf der Donau der mediterranen Kultur verbunden und ahmte teilweise den dortigen Lebensstil nach. Ob hierzu auch ein Hippodrom auf der neun Kilometer entfernten "Alten Burg" gehörte, ist vorläufig noch eine Hypothese. Sicher ist, daß man dort einen Berg so abgegraben hat, daß sich eine 500 Meter lange und 80 Meter breite Freifläche ergeben hat. Man darf gespannt sein, in welche Interpretationsrichtung zukünftige Forschungsergebnisse zur "Alten Burg" deuten werden.

Exkursion Römisches Hinterland um Pforzheim

Am Samstag, den 3. September war nicht nur Museumstag, sondern für einige Limes-Cicerones auch Besuchstag in Remchingen und Umgebung. Jeff Klotz, Leiter des dortigen Römermuseums, hatte zu einer Rundreise zu drei römischen Gutshöfen sowie dem Besuch des neueröffneten Museums eingeladen.

Die Rundreise begann mit dem Gutshof in Durlach der unmittelbar neben der Gewerbeschule liegt, die wegen des Fundes um 50 m versetzt erbaut wurde. Anfangs wurde die Anlage neben der Schule im Unterricht oft genutzt, inzwischen ist aber das Interesse eingeschlafen, und so verwaist die Anlage ungenutzt vor sich hin.

Die nächste Station war der Gutshof Hagenschieß. Er heißt auch villa rustica Kanzlerwald und liegt idyllisch im Wald an einem Abhang und stellt geradezu den Prototyp eines Gutshofes dar, an dem sich nicht nur der idealtypische Aufbau einer solchen Anlage studieren lässt, sondern auch verschiedene Baustufen aufgezeigt werden können. Der Innenausbau enthält neben einem Wohngebäude, das in der sonnigsten Ecke lag, auch noch ein Vorratsgebäude und ein Bad, in dem sich bei der Ausgrabung die Spuren späterer alemannischer Nutzung als Wohnhaus nachweisen ließen.

Foto: Georg Zemanek

Der Gutshof Enzberg liegt gut sichtbar am Ausgang des Ortes eingefasst von modernen Straßen. Dennoch ist die Hanglage gut zu erkennen. Die während der Ausgrabung aufgefundenen Frauenkopfskulpturen befinden sich im Heimatmuseum Mühlacker. Einer der Räume der Villa diente sehr wahrscheinlich der Wein- oder Mostproduktion.

Zum Abschluß der Tour erläuterte Jeff Klotz noch den Stand der Ausgrabungen am Parkplatz vor dem Pforzheimer Rathaus. Nach der gut vierstündigen Rundreise wurden die Cicerones auch noch im neueröffneten Römermuseum Remchingen mit Maultaschen bewirtet und es folgte eine Führung durch den neu gestalteten Ausstellungsteil: Religion im Wandel. Die Limes-Cicerones bedanken sich hiermit sehr herzlich für die kurzlebige und intensive Betreuung durch Jeff Klotz und sein ehrenamtliches Museumsteam!

Jahresexkursion nach Rheinland-Pfalz

Die dreitägige Jahresexkursion 2016 führte die Limes-Cicerones an die Saalburg und an markante Punkte am Limes in Rheinland-Pfalz.

Tag 1

Erste Aufgabe jeder Exkursion ist das Aufsammeln der Teilnehmer, was diesmal in Murrhardt begann und nach Stationen in Mainhardt, Öhringen und Bad Rappenau schließlich auf der Saalburg endete, wo die hessischen Teilnehmer dazukamen. Die Saalburg war auch die erste Station, an der uns Simon Sulk von der Deutschen Limeskommission begrüßte. Besichtigungspunkte waren anschließend das neu restaurierte Mithræum und die Jupitersäule, deren Jupiterstatue nun in neuem Goldglanz erstrahlt. Neu für die meisten Teilnehmer waren die Umzäunung des Saalburggeländes, die den archäologischen Park nun umschließt, und das Kassahäuschen, in dem neben dem Museumsshop auch das hessische Limes-Informationszentrum untergebracht ist.

 

Bild Saalburg 1: Simon Sulk erläutert den Innenhof und das Wasserbecken.

Weiter ging es im Prætorium, im Fahnenheiligtum und im Triclinium eines Centurios. In der Geschäftsstelle der Deutschen Limeskommission, die in einem Nebengebäude außerhalb des Saalburgkastells untergebracht ist, begrüßte die Geschäftsführerin der Deutschen Limeskommission, Frau Dr. Suzana Matešić, die Limes-Cicerones. Gesprächsthemen waren unter anderem die Erweiterung des Welterbes um die Fluss-Limites: Am Rhein kommt NRW und die Strecke in Holland mit Nijmegen als bedeutendem archäologischem Zentrum dazu, an der Donau kommen der Flusslimes in Bayern und die Strecke in Österreich bis Hainburg bzw. Preßburg dazu. Das neueste Heft (2015/2) der Limeskommission, das zuvor schon im Bus verteilt worden war, enthält diesbezügliche Artikel. Ein üppiges Mittagessen in der Taberna und ein Gruppenbild vor dem Eingang zur Saalburg rundeten diesen Besuch ab.

 

Bild Saalburg 2: Cicerones vor dem Haupttor.

Nach der Ankunft in Vallendar war nur kurz Zeit, um sich weiter zum „Festungsleuchten“ zu begeben. In den Wintermonaten findet in den Festungsmauern ein stimmungsvolles Beleuchtungsspektakel statt, in dem auch die Geschichte der Festung Ehrenbreitstein ein wenig spektakulär mit den Festungsmauern als Projektionsleinwand cineastisch in Szene gesetzt wird. Stärkung und vor allem Erwärmung am Würstelstand oder im kleinen Festungsrestaurant waren weitere Höhepunkte des Abends, denn es war empfindlich frisch. Mit der Seilbahn quer über den Rhein ging es danach zurück ans Deutsche Eck und mit dem Bus zur verdienten Nachtruhe zurück ins Hotel – natürlich nicht ohne Absacker-Drink in der Hotelbar.

Tag 2

Der zweite Tag der Exkursion begann mit dem Besuch der archäologischen Abteilung des Landesmuseums Koblenz in den architektonisch reizvollen Räumen der Contregarde. Dr. Stephan Bender beleuchtete in seiner kurzen Führung einige wesentliche Highlights der ausgestellten Fundstücke, für alle Details reichte – wie üblich – die Zeit natürlich nicht, denn das Museum bietet trotz der modernen Präsentation eine Fülle an Fundstücken zur Geschichte von der Frühzeit bis in die Neuzeit. Beispielhaft seien erwähnt die feinen Emailverzierungen eines Tintenfasses, die reich verzierte metallene Gürtelschnalle daneben, oder auch so banale Dinge wie ein Küchensieb in hervorragendem Erhaltungszustand. Prunkstück der Ausstellung ist jedoch der Drachenkopf, wohl ein Kampfzeichen, das vielleicht in der Schlacht zum Signalisieren benutzt wurde und vielleicht auch dem Gegner Furcht einjagen sollte.

Der nächste Programmpunkt war der Besuch der Römerwelt am Caput Limitis, wo uns Museumspädagogin Claudia Hippler-Born begrüßte und durch das Museum und das Gelände der RömerWelt führte. Ob nun Rheinbrohl der Anfang oder das Ende des Limes ist, sei dahingestellt. Das Museum hat zwar nur verhältnismäßig wenige Fundstücke in den Vitrinen, dafür aber eine enorme Fülle an greifbaren museumspädagogischen Materialien zum Mitmachen, nicht nur für Kinder. Das Außengelände enthält weitere Mitmachstationen für kleine Steinmetze, aber auch eine große Ramme, wie sie für den Bau von Brückenpfeilern in einem Fluss eingesetzt wurde. Im nachempfundenen Kastellgebäude kam das ausgezeichnete Catering voll zur Geltung. Die Speisen kamen zwar sicher nicht vom kleinen Herd im nachgebauten Contubernium, aber wir haben trotzdem nachgeschaut, was dort im Topf war….

 

Bild Rheinbrohl 1: Was war wohl bei den Römern im Topf?

Weiter ging es zum WP 1/1, dem ersten Turm vom Rhein aus gesehen. Dieser bot Gelegenheit zum Gruppenfoto, wenn auch die Bauweise heutigen wissenschaftlichen Anforderungen nicht mehr genügt.

 

Bild Rheinbrohl 2: Die Exkursionsteilnehmer am WP 1/1.

Der Anfang des Limes liegt genau gegenüber der Einmündung des Vinxt-Bachs in den Rhein. Der Bach bildete auf der linksrheinischen Seite die Grenze zwischen den Provinzen Ober- und Untergermanien. Nächster Halt war beim WP 1/40. Eine kurze Wanderung entlang des sehr gut erhaltenen Pfahlgrabens, der hier Heidegraben heißt, führte uns im Wald an den gut versteckten Turmplatz, einem der wenigen Sechsecktürme am Limes.

 

Bild Anhausen: Dr. Stephan Bender erläutert den Limesverlauf.

Der anschließende Besuch des Kleinkastells Anhausen führte uns auch an den nördlichsten Punkt, den der Limes um das Neuwieder Becken herum erreicht. Deutlich sichtbar waren dort auch die Markierungspfähle, welche die noch nicht ergrabenen Flächen im Wald vor dem Befahren durch massive Waldmaschinen schützen sollen.

Weiter ging die Fahrt an den markantesten Turmplatz mit rekonstruiertem Wachtturm. Nahe dem Kastell Arzbach steht der Stefansturm weithin sichtbar auf einem Bergkegel, dem Großen Kopf. Die Turmstelle ist 180 m von der Limeslinie entfernt. Offenbar war den Römern die Sichtverbindung zum Kastell wichtiger als die Nähe zu den Sperranlagen. Nachdem der Bus uns auf die halbe Höhe gebracht hatte, war noch ein Anstieg von knapp 15 Minuten zu bewältigen, für den wir dann aber mit einem großartigen Rundblick belohnt wurden.

 

Bild Stefansturm 1: Cicerones am exponiertesten Turm des Limes.

Bild Stefansturm 2: Erschöpft vom steilen Anstieg auf den Großen Kopf.

Auch diese Turmrekonstruktion besticht mehr durch den markanten Platz als durch originalgetreue Nachbildung: Die Originalfundamente sind mit 6 mal 8 Metern deutlich größer als die Rekonstruktion, die auch noch die umstrittene Blockbauweise aufweist. Aber man hat einen weithin sichtbaren Publikumsmagneten. Die Heimfahrt über Bad Ems, wo übrigens die älteste Wachtturmrekonstruktion des Limes unter Kaiser Wilhelm I. über dem Lahntal errichtet wurde, beendete diesen langen Tag, den die meisten mit einem Abendessen im Hotelrestaurant ausklingen ließen.

Tag 3

Der dritte Tag begann mit dem Besuch des Nachbaus von WP 1/68 nahe dem Kleinkastell Hillscheid. Der Turm wird von Rheinland-Pfälzer Cicerones betrieben und enthält im Inneren eine Fülle an Informationstafeln zum Thema „Von Rom zum Rhein“, wie uns Winfried Schlotter vom Förderverein erklärte. Der Turm mag überproportional hoch sein, aber das ist der Absicht geschuldet, die umliegenden Gebäude zu überragen. Leider ist auf einer Seite inzwischen ein Industriegebäude hochgezogen worden, und es kann nur gehofft werden, dass das nicht auch noch auf der anderen Seite passiert.

 

Bild Hillscheid: Der wohl bekannteste Turm am Limes.

Limes-Cicerone Manfred Knobloch erläuterte den Turm und die Informationstafeln. Beim Turm ist ein liebevoll gestalteter Nutzgarten (hortus rusticus) angelegt, in dem neben Pflanzen, Sträuchern und Bäumen, die die Römer zu uns gebracht haben, auch ein Bienenhaus zu sehen ist. Besonders sehenswert ist der geflochtene Weidenzaun, der den Garten abgrenzt. Die Bäume sind naturgemäß nicht so groß, wie wir das von den modernen Sorten gewöhnt sind. Der Kräutergarten mutet fast barock an, enthält aber die typisch römischen Kräuter. Ein römisches Veranstaltungshaus rundet das Ensemble ab. Das nahe gelegene Kastell Hillscheid gehört zu jenen Kastellen, an denen schon in der Spätzeit des ORL, also im 3. Jhdt., eine Reduktion und ein Rückbau der Anlage nachzuweisen sind.

Höhepunkt des dritten Tages war dann der Besuch des Kleinkastells Pohl. Allerdings war nicht der Originalplatz unser Ziel, sondern der Nachbau, der aber in den Maßen des Originalbefundes als Holzkastell mit Bemalung der Holzflächen ausgeführt ist. Da aber in unserer Zeit keine ganze Centurie an römischen Soldaten zur Beschäftigung mit den nötigen Erhaltungsarbeiten zur Verfügung steht, muss der Förderkreis Limeskastell Pohl e.V. bei allem Bemühen um Authentizität doch zahlreiche Kompromisse eingehen. Das beginnt bei der Brücke zum Limesturm und setzt sich fort bis zur Betonmauer anstelle des Erdwalls der Umwehrung. Immerhin verdecken die Rasensoden den Beton, wenn auch das Gras immer wieder abrutscht.

Bild Pohl v.l.n.r.: Arno Pünger, Prof. Thomas Steffen, Torsten Pasler.

Nach der Begrüßung durch den Ortsbürgermeister Prof. Thomas Steffen wurden wir in zwei Gruppen von den rheinland-pfälzischen Cicerones Arno Pünger und Otto Holzhäuser durch die Anlage geführt. Thema waren nicht nur die lokale Situation und die antiken Fundstücke, sondern in besonderem Maße auch die Vermittlungsarbeit vor Ort. Wo es geht, wird möglichst römisch gearbeitet, z.B. beim Betrieb des Kuppelbackofens oder bei Aktionen der Museumspädagogik, die auch hier wieder viel zum Mitmachen und Anfassen bereithält. Bogenschützen mussten damals wie heute an beweglichen Zielen üben – der Feind bleibt schließlich nirgends zum Abschuss stehen. Beeindruckend war zum Schluss auch noch, wie das kleine Kastell und die Rheinland-Pfälzer Cicerones uns Gäste aus Baden-Württemberg zum Mittagstisch bewirteten: Ein Bürgermeister und eine Museumsmannschaft zu unseren Diensten, das verdient besondere Erwähnung und besonderen Dank! Insgesamt hinterließ das Kleinkastell Pohl einen starken und lebendigen Eindruck vom Betrieb und von den Dimensionen eines Standortes, an dem in römischer Zeit die ca. 80 Mann einer Centurie den Wacht- und Schutzdienst am Rande des Imperiums erfüllten.

An dieser Stelle verließen uns die hessischen Kollegen und der Bus fuhr mit der verbliebenen Gruppe die Einstiegsstellen in umgekehrter Reihenfolge an, um zuletzt in Murrhardt auch die letzten wohlbehalten auszuladen. Dank auch an den Busfahrer, der die teils sehr engen Straßenverhältnisse souverän meisterte.

Letztendlich gilt der Dank für die gelungene Exkursion den Organisatoren im Limes-Informationszentrum und im Vorstand des VdLC.

Nachbarn im selben Bundesland: Weiterbildung in Baden

Archäologisches Museum Pforzheim
Römermuseum Remchingen
Jeff Klotz
am Modell der Villa Rustica
Impressionen im Gasometer Pforzheim
 

Eine Anreise bis zu 320km von Breitenbronn im Kreis Neumarkt-Regensburg nahmen die Limes-Cicerones auf sich, um an der interessanten Weiterbildung in Remchingen und Pforzheim teilzunehmen. Der Museumsleiter des Römermuseum Remchingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archäologischen Museum Pforzheim, Jeff Klotz, führte die mit Privat-PKW organisierte Gruppe der Limes-Cicerones zu drei Vermittlungspunkten im heutigen badischen Limeshinterland.

Im RMR Remchingen wies Klotz auf die starke Stadt-Land-Verbindung im römischen Reich hin. Das rein bürgerlich organisiserte Museum in Remchingen, in dem sich 70 Ehrenamtliche nur für eine versicherungsrechtliche Absicherung engagieren, steht wie viele der kleinen Museen vor der Zukunftsfrage. Wie kann es gelingen, die Kulturvermittlung in den Zeiten der knappen Kassen der öffentlichen Hand weiter zu garantieren? "Die Bürger zahlen Steuern, damit wir diese Arbeit machen. Sie wollen das Wissen so vermittelt bekommen, dass sie es anspricht!" spricht Klotz seine Überzeugung für die künftige kulturelle Wissensvermittlung aus. Die Stadt Pforzheim legt beispielsweise großen Wert darauf, die Bezüge zur Migration bei den archäologischen Funden anzusprechen und damit auch die Schüler anzusprechen, die selbst Migrationshintergrund haben (80% der Schüler Pforzheims).

"Sie erinnern sich gut an die Generation ihrer Eltern (100% Wissen der Vorgängergeneration) , 30% des Wissens Ihrer Großeltern ist Ihnen bekannt. Je weniger Erinnerung da ist, desto mehr Mythen entstehen. Der Rest ist Hypothese?"

Der Leugenstein, das Verkehrswegenetz, die aus klassischer Archäologie Perspektive erläuterten Fundsteine mit dem Bezug zu den Religionen, die Planung einer neuen Museumskonzeption - eine Fülle an Informationen aus dem Römermuseum Remchingen vermittelte Jeff Klotz an die interessierten Zuhörer. Viele Limes-Cicerones sind in Museen engagiert und waren dankbar über die Blicke hinter die Kulissen.

Im Archäologischen Museum Pforzheim erweiterten die am Welterbe tätigen Führer ihren Blick: Portus - zwischen Rhein und Limes. "Die Schüler kennen immer weniger geografisches Wissen. Ost und West, oder die Frage:'wo liegt Stuttgart' kann aus der Gruppe nicht mehr beantwortet werden. Rhein und Limes sind Begriffe, mit denen ich sie mitnehmen kann."

Die allgemeinen Informationen über die Stadtgeschichte Pforzheims, die faszinierenden ausgestellten Fundstücke, das Modell der Villa Rustica und die 2.400 m² große Fläche des archäologischen Museums besprach Klotz intensiv mit den Limes-Cicerones.

Den überraschenden Abschluss der Weiterbildung erlebten die 26 Limesführer im Gasometer Pforzheim im 360Grad Panorama Rom 312. Einen Tag und eine Nacht in Rom. Von der Stadt zum Weltreich spannte Jeff Klotz den Bogen in dem optischen bunten Darstellungsbild der vergangenen Kultur. Eine perfekte Zusammenfassung des gut gefüllten, ansprechenden und hervorragend abgestimmten Weiterbildungstages erlebten die Limes-Cicerones beim Sonnenuntergang über dem Römischen Stadtbild

Weiterbildung 2015

Kollegen in Bayern

Eine Grenze für Rom
Ruffenhofen in der römischen Zeit
Kontroverse Meinungen über Nutzung des Großgebäudes mitten in der Siedlungsfläche
Landschaftspark am Limeseum

Jährlich sechs Lehreinheiten Weiterbildung sind von jedem Limes-Cicerone bei der Deutschen Limeskommission nachzuweisen, damit die Qualität der Vermittlung gewährleistet bleibt. Der Verband der Gästeführer am Limes (VcLC) organisiserte einen spannenden Nachmittag in Ruffenhofen. Siebenundzwanzig Gästeführer der Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Bayern nutzten die Möglichkeit, die längst vergangene Grenzlinie, die Zivilsiedlung und das Kastell mit dem Limeseum zu besuchen. Dr. Pausch führte die Gruppe durch die Ausstellung und eröffnete manchen Einblick hinter die Kulissen. Insbesondere die sich verändernden wissenschaftlichen Standpunkte und kontrovers diskutierte Details waren für die im alltäglichen Vermittlungsgeschäft häufig als Botschafter der Archäologen tätigen Gästeführer eine wichtige Informationsquelle. "Je mehr wir uns mit einem Fund beschäftigen, sehen wir diesen Fund als Spezialität an. Je mehr wir nach dieser Spezialität suchen, desto normaler wird dieser Fund." beschrieb Dr. Pausch seinen Eindruck mit dieser Herausforderung umzugehen. Dr. Pausch verwies auf die Schwierigkeiten in der Modellgestaltung und der Visualisierung der Metaphern in der Vermittlungsarbeit im Limeseum am Beispiel des Geländermodells der römischen Situation in Ruffenhofen. Die zeitliche Dimension in der Vermittlungsarbeit einzubeziehen kann dieses Dilemma entschärfen. "Heute hat Ruffenhofen noch 60 Bewohner", half er den Zuhörern den Blick aus dem Museum in die Jetzt-Zeit zu lenken.

Führungskompetenz erweitern

Osterschmuck Marktplatz Miltenberg
Führungsgäste im Gespräch einbeziehen
Lernen aus den gemeinsamen Erfahrungen
 

Nach Miltenberg luden die Limes-Cicerones ihre Mitglieder zu einer Weiterbildung ein mit der Überschrift "Wie führe ich?". Bereits auf der Anfahrt zeigte sich den interessierten Gästeführern die exponierte Lage der bayrischen Stadt am linken Knie des Mainvierecks zwischen Spessart und Odenwald.

Fundiertes historisches Wissen allein macht noch keinen guten Gästeführer. Der Aspekt, wie man dieses Wissen nach außen transportiert, hat in der Praxis einen ebenso hohen Stellenwert. Diese Frage gingen die Teilnehmer mit ihrer Kollegin Dorothea Zöller nach. Vorort führte uns die Stadtführerin zu den Römerfunden des Stadtmuseums, sowie zu dem im Altersheim St. Martin integrierten Brennofen und gab uns ihren großen Erfahrungsschatz in der lebendigen, kurzweiligen und exakt zweistündigen Führung weiter.

Brennofen am Fundort mitten im Seniorenzentrum
Museum.Stadt.Miltenberg.

Exkursion Zentralarchiv Rastatt

Führung Dr. Martin Kemkes

Gesammelte Vergangenheit besuchten Mitglieder des Verbands der Limes-Cicerones im Frühjahr 2013 in Rastatt. Die Expertenführung von Dr. Martin Kemkes brachte den Gästeführern wertvolle Antworten auf die Fragen der Limesbesucher direkt am Welterbe. Hinweise für den korrekten Umgang mit den Anforderungen des Denkmalschutz Gesetzes Baden-Württemberg oder Fragen nach den Aufbewahrungsorten von gefundenen Gegenständen treten in den Führungen immer wieder auf. Auch der Hinweis darauf, wie Anfragen für eine schnelle Bearbeitung formuliert werden können, war sehr hilfreich. Vielen Dank für das Vertrauen, dass wir diesen Einblick erhalten durften.

 

Ein Traum von Rom

Weiterbildung November 2014

Das römische Stadtleben in Südwestdeutschland wird in einer Ausstellung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland Pflaz, Direktion Landesmuseum Trier undd es Landesmuseums Württemberg, Stuttgart bis zum 12.04.2015 gezeigt. Zu einer Führung mit Frau Dr. Petra Neumann trafen sich Limes-Cicerones sich am Samstag, den 22.11.14 in Stuttgart im Alten Schloß. Die Ausstellung ist wirklich sehenswert  und eine Empfehlung für alle, die sie noch nicht gesehen haben. Auch das Wiedersehen mit den Kollegen hat so richtig gut getan!

 

 

Limes Cicerones Weiterbildung

Weiterbildung April 2014

Rund um Osterburken führte die Wanderung, die Dr. Jörg Scheuerbrandt für die Limes-Cicerones anbot. Von Wachtposten 8/43 bei der Autobahn A 81 bis nach Osterburken ins Annexkastell marschierte die muntere Truppe. Der neue rekonstruierte Wachtturm "zum Försterlein" sowie die Planungen in der guten Zusammenarbeit mit der Forstwirtschaft wurden erläutert.

Historie

Bis 2010 lenkte Dr. Manfred Baumgärtner als Vorsitzender mit großem Geschick den Verband. Herzlichen Dank für seine Aufbauarbeit.

Bis 2013 leitete Gerhard Vaas die Geschicke des Vereins.

Danke an zahlreiche, genannte und ungenannte Vereinsmitglieder, die als Funktionsträger die Verbandsentwicklung gestaltet haben. Durch die ehrenamtliche, persönliche Unterstützung ist unser Verband zu seinem guten Namen gekommen.

Exkursion April 2013
Ladenburg 2006
Saalburg 2006
WP 9/33 2006
Jagsthausen 2006

Der Vorstand

1. Vorsitzender
Torsten Pasler
2. Vorsitzender
Michaela Köhler
Beisitzer
Dr. Stephan Ernst
Hartmut Frey
Dr. Georg Zemanek
Monika Frisch

Beratende Mitglieder
Dagmar Benischke-Muhr, Hessen
Andreas Schaaf, Numerus Brittonum
Doris Köhler, Homepage und Facebook

 

 

Ausgezeichnet mit dem

Archäologie-Preis 2008 Baden-Württemberg

Bankverbindung

Kreissparkasse Ostalb

Konto 100 00 840 70

BLZ 614 500 50

IBAN: DE42 6145 0050 1000 0840 70

BIC: OASPDE6A

 

Verband der Limes-Cicerones e.V.
Geschäftsstelle: Hauptstraße 3 · 74535 Mainhardt
Tel.: ++49 (07903 940256 · info@limes-cicerones.de · www.limes-cicerones.de

Link zu dieser Seite: http://www.limes-cicerones.de/index.php?id=734